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May 2016:


 

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Wenn Menschen teilen und Märkte Kopf stehen

Taxifahrer demonstrieren gegen Uber, die Zürcher Polizei macht mobil gegen illegale Uber-Fahrer. Hoteliers haben den gemeinsamen Rivalen Airbnb unterschätzt, inserieren aber nun selber fleissig auf eben jener Plattform. BMW setzt neuerdings auch auf Carsharing und die SBB kooperiert mit Jacando, einem Sharing Economy-Startup. Sie wollen damit ihren Passagieren besseren Service anbieten. Die klassischen Marktkräfte scheinen sich zu verschieben. Geht traditionellen Branchen und KMU bald die Luft aus? Müssen Politiker eingreifen, um die hiesige Wirtschaft zu sanieren?

Selber besitzen war gestern. Teilen und Tauschen ist in. Dank neuer Technologien und mobiler Kommunikation geht das ganz schnell und kostet fast nichts. Gemäss einer aktuellen Studie von Deloitte werden ganze 55% der befragten Schweizer Konsumenten in den nächsten Monaten Güter und Dienstleistungen via Sharing Economy-Plattformen nutzen oder anbieten. Die Investitionen in Sharing Economy-Startups liegen weltweit bei einer Rekordsumme von 12 Milliarden Dollar. Das ist schon jetzt massiv höher als die damaligen Investitionen in die Sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter.

Die aktuelle Debatte zur Ökonomie des Tauschens wird sehr hitzig geführt. Aber warum eigentlich? Der Wertewandel „Nutzen statt Besitzen“ führt dazu, dass Produkte effizienter und länger genutzt werden, langfristig müssen weniger Güter produziert werden. Der Konsum wird nachhaltiger und ökologischer. Die Konsumenten finden Produkte und Dienstleistungen schneller und günstiger und müssen nur noch für die Benutzung, nicht mehr aber für den Besitz bezahlen. Die Umwelt dankt. Der Wohlstand steigt. So die Argumente der Erneuerer.

Die Bewahrer hingegen beschwören schon das Ende einiger Branchen herauf. Insbesondere die Bereiche Transport und Unterkünfte sind betroffen. Kommt es im Automobilsektor langfristig zu Massenentlassungen weil die Produktion der Autos massiv einbricht wenn Autos nur noch geliehen und getauscht werden? Muss ein Hotel nach dem nächsten schliessen, weil Städtetripper lieber hip und trendy via Privatvermietung logieren? So oder so reiben sich Airbnb und Uber dabei die Hände, weil sie ja nur Plattformbetreiber aber keine Anbieter sind und damit nicht denselben regulatorischen Anforderungen wie beispielsweise Taxibetreiber oder Hotels unterliegen.

Die Ängste sind gross und die Herausforderungen für den Umgang mit der Sharing Economy sind vielschichtig, der Erklärungsbedarf ist hoch. An der zweiten Sharing Economy Night stellt sich die Basler Sharing-Szene ihrer Verantwortung. Am 3. November 2016 präsentieren, diskutieren und erarbeiten die Experten Ivo Blohm, Universität St. Gallen und Dominik Georgi, Hochschule Luzern sowie prominente Vertreter der Sharing-Praxis die Risiken und Nebenwirkungen, Chancen und Perspektiven. Der Event ist nicht nur eine Informations-Plattform, sondern vor allem auch eine Networking-Veranstaltung, an der sich die betroffenen Akteure an einen Tisch setzen. Ganz nach dem diesjährigen Motto: „Die Geister, die ich rief – und wie wir deren unaufhaltsame Dynamik für uns nutzen können.“ Und natürlich im Sinne des Leitgedankens: Sharing and Collaborating.

Sharing Economy Night 2016
3. November 2016
18.00 – 21.00 Uhr
Launchlabs, Halle 8 im Gundeldingerfeld
4053 Basel


Weitere Infos unter www.sharenight.ch

 

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